Pädagogik & Konzept



Persönlichkeitsentwicklung


Jedes Kind bringt, wenn es zu uns in die Einrichtung kommt, seine eigene Lebensgeschichte mit. Unsere Arbeit will die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes anregen, unterstützen und begleiten, seine Gemeinschaftsfähigkeit fördern und soziale Benachteiligungen möglichst ausgleichen.

Das bedeutet für uns, dass wir das Kind nach seiner Entwicklungsmöglichkeit, in seinem Prozess der Selbstfindung, seiner Selbstbestimmung und seiner Selbständigkeit fördern.


Soziale Kontakte

Der Kindergarten ist eine Begegnungsstätte für "Groß und Klein". Aus Einzelkontakten entstehen Beziehungen und Freundschaften. Die Kinder lernen, sich in unterschiedlichen Bereichen einzubringen, bzw. sich zurückzunehmen. Das Kind wird mehr und mehr Teil einer Gruppe und stärkt darin sein Sozialverhalten. Es entwickelt Toleranz und Einfühlungsvermögen, übt sich in der Kritikfähigkeit und dem Umgang mit seinen Gefühlen. Die Kinder lernen, sich Konflikten zu stellen und damit umzugehen.


Sprachentwicklung

Diesen Bereich unterstützen wir durch Lieder, Spiele, Fingerspiele, Nachfragen, Erzählkreise, Vorlesen, Singen usw.

Weitere Redeanlässe sind im Kindergarten selbstverständlich in den Alltag (z.B. beim Begrüßen, An- und Ausziehen, im Gruppengeschehen, beim Wickeln, etc.) eingebunden.

Unterstützend beschäftigen wir eine Logopädin im Haus und führen das "Aachener Programm zur vorschulischen Sprachförderung und LRS-Prävention" regelmäßig durch.
Auch die Sprachstandserfassung für die vierjährigen Kinder findet bei uns statt; sollten Kinder hier Unterstützung benötigen, werden sie in unserer Kindertagesstätte von einer Logopädin betreut.

Bei Auffälligkeiten im Bereich der Sprachentwicklung können wir auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und einer Mitarbeiterin der Sprachheilambulanz des Gesundheitsamtes zurückgreifen.

Zur weiteren Beobachtung und Förderung der altersintegrierten Sprachförderung arbeiten wir mit dem Modell „Basik“.

Ethische Erziehung

In unserer Kindertagesstätte leben Kinder verschiedener Religionsgemeinschaften und Kinder ohne Konfession zusammen. Ethische Erziehung findet Platz im alltäglichen Miteinander und wird gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und thematisiert.

Kinder brauchen zur eigenen Lebensgestaltung seelisch-geistige Orientierungen und Wertvorstellungen, Regeln und Rituale. Sie sollen den Umgang mit und die Achtung vor anderen Menschen, anderen Kulturen, vor Tieren und der Natur lernen. Wichtig ist z.B. auch die Wertschätzung der kleinen Dinge und Augenblicke des Lebens.

Wir möchten die Kinder mit ihren Lebensfragen nicht alleine lassen, sondern sie vorsichtig und unaufdringlich auf ihren Weg begleiten.

Regeln und Rituale werden in kleinen Dingen deutlich z.B. dem Türklingeln beim Ankommen und in größerem Rahmen bei Geburtstagsfesten und der Feiergestaltung.


Bewegungsräume schaffen

Bewegung gehört zur alltäglichen Beschäftigung von Kindern. Das Toben, Rennen und sich Verausgaben ist sehr wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung.

Kinder nehmen die Welt über ihre Sinne wahr. Indem sie sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zu ordnen und machen Erfahrungen über sich selbst. Wir versuchen möglichst viele Erlebnis- und Bewegungsräume für freie als auch für angeleitete Bewegung zu schaffen. Uns ist es wichtig, nicht nur die Gruppenräume, sondern nach Absprache auch Nebenräume und Flur als Bewegungs- bzw. Spielraum nutzbar zu machen.

Unser Außengelände wird in der Regel jeden Tag genutzt. Dabei ist das Wetter eher zweitrangig. Da unser Außengelände für 40 Kinder sehr begrenzt ist, versuchen wir andere Bewegungs- bzw. Erfahrungsräume für die Kinder zu schaffen, indem wir z.B. häufig die umliegenden Spielplätze aufsuchen. Einmal in der Woche besuchen wir den Abenteuerspielplatz mit seinen vielseitigen Bewegungsmöglichkeiten. Von dort aus haben wir auch die Möglichkeit, in Kleingruppen den angrenzenden Wald mit allen Sinnen zu entdecken und erforschen. .

Das Lehrschwimmbecken der Regenbogenschule kann, außerhalb der Schulferien, Donnerstags von 15.00 bis 16:00 Uhr von den Kindern in Begleitung ihrer Eltern genutzt werden.


Freispiel


Das Spiel ist für das Kind die Möglichkeit, sich mit seiner Umgebung auseinander zusetzen und sie zu "begreifen". Im Spiel erwirbt das Kind Kenntnisse und Zusammenhänge in seiner Umwelt. Es entwickelt soziale Fähigkeiten, Phantasie, übt die Beherrschung seines Körpers und bildet Haltungen wie Neugier, Lernfreude und Offenheit. Das Kind drückt im Spiel seine Gefühle aus, verarbeitet Eindrücke, positive und negative Erlebnisse.

Das freie Spiel lässt eigenständige Aktivitäten des Kindes zu. Es ist in seinem Spielen von Bedürfnissen und Neugier geleitet. Es ist unter den gegebenen Möglichkeiten und unter Einhaltung der Gruppenregeln frei von Anleitungen, Weisungen und Vorschriften des Erziehers. Das Kind kann unabhängig und selbständig bestimmen, was es tun will. Dazu zählt auch das Nichtstun. Es kann zwischen Tätigkeiten, Materialien, Spielpartner, Ort und Dauer seines Spielens frei wählen.


Kreatives Gestalten

Wahrnehmen ist eine geistige Tätigkeit wie Auswählen, Ordnen, Gliedern, Erkennen, Verstehen, die prozessartig verläuft. Kinder kommen aus eigenem Antrieb zum Zeichnen, Malen und Gestalten. Neugierde und Erkundungsfreude, ermöglichen ihm vielfältige Erfahrungen zu sammeln. Sinn dieser frühkindlichen Tätigkeit sind zunächst die Erprobung des Materials, Bewegungsübungen und Übung der Sinne.

Wir als Erzieher unterstützen das Kind, indem wir frühzeitig aber ohne Zwang geeignetes Material anbieten.

Unsere Anleitung besteht in der Hauptsache im Wecken von Ideen und Vorstellungen, in der Motivierung und gegebenenfalls in der Hilfe bei der Übertragung dieser Vorstellung in die Wirklichkeit.

Darüber hinaus wollen wir für das Kind die Möglichkeit schaffen
  • durch Gestaltung und Spiel seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen,
  • sein Selbstvertrauen und ihre Eigenständigkeit zu stärken,
  • unterschiedliche Materialien zu benutzen,
  • seine Gestaltungsfähigkeit und Phantasie zu entfalten,
  • nicht zu konsumieren, sondern selbst schöpferisch tätig zu werden,
  • durch die Erstellung eigener und gemeinschaftlich vollbrachter Werke Lebensfreude zu erfahren,
  • neues, vom Erzieher nicht Vorhergesehenes, zu finden,
  • seinen inneren Künstler zu entdecken.

Musische Förderung

Bei der musischen Förderung ist es uns wichtig, auf eine ganzheitliche Entwicklung zu achten.

Das natürliche Instrument ist unser eigener Körper, er ist unser erstes musikalisches Werkzeug. Stimme und Stimmgeräusche sind neben der Vielfalt der Körpergeräusche die ersten Ausdrucksmittel für einen Anfang mit Musik. Erlernen von Melodien und Rhythmen beginnt mit den einfachen Klatsch-, Sing-, Tanz-, und Fingerspielen.

Das Experimentieren mit Orff-Instrumenten, Deckeln, Töpfen oder Waschtrommeln gehört ebenfalls zur musischen Förderung.
Diese Ausdrucksmöglichkeiten fließen in die Projektarbeit ein und werden dort vertieft. Unser Ziel ist, die Freude an ganzheitlichem Erleben zu erhalten und zu fördern.


Matschen, pratschen, planschen

Da wir bei Wind und Wetter ins Freie gehen, bleibt es nicht aus, dass die Kinder schon mal nass werden, sei es durch das Spiel mit Sand und Wasser oder Wetter bedingt.

Wasser bietet den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen Spiel, es wird gematscht und gepratscht und Staudämme, Wasserburgen, Flüsse und Seen für Papierschiffe werden gebaut.

Wir bitten daher um wettergemäße, beschriftete Kleidung, die auch mal schmutzig werden darf, und auch um genügend Wechselwäsche.


Umgang mit dem Körper / kindliche Sexualentwicklung

In unserer Einrichtung legen wir Wert darauf, dem Kind einen natürlichen Umgang mit seinem eigenen Körper zu vermitteln. Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis, das sich im Laufe des Lebens verändert, aber von Geburt an erlebt wird. Situationsbedingt werden die Kinder ihren eigenen Körper und die geschlechtliche Unterscheidung kennen lernen z.B. beim Wickeln, Umziehen oder durch Bilderbücher und Rollenspiele (Doktorspiele).

Dabei achten wir darauf, dass diese Rollenspiele einvernehmlich stattfinden. Es ist uns wichtig, dass die Kinder lernen, Grenzen anderer einzuhalten, zu respektieren und eigene Grenzen zu verdeutlichen ("Nein" sagen). Wie in anderen Bereichen auch, legen wir hierzu Regeln fest, z.B. keine Gegenstände in Körperöffnungen stecken (Nase, Ohren, Po…).

Aufkommende Fragen in bestimmten Alltagssituationen - z.B. „Ich bekomme ein Geschwisterchen”, Klärung des Unterschiedes zwischen Jungen und Mädchen - werden aufgegriffen und auf kindgerechte Weise beantwortet. Hierbei ist es uns wichtig, Unterschiede der Geschlechtlichkeit namentlich zu benennen.

Da die Kinder bereits mit zwei Jahren in unsere Tagesstätte kommen, müssen die Kinder nicht sauber sein. Wir gehen bei der Sauberkeitserziehung individuell auf jedes Kind ein. Kinder haben kein angeborenes Schamgefühl und respektieren nicht von sich aus (Scham-) Grenzen anderer, sondern lernen diese durch Vorbilder und Erziehung.


Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist für die körperliche Entwicklung von Kindern unerlässlich. Milchschnitten, Schokoladenbrote und Trinkpäckchen etc. sollten aus diesem Grund nicht in die Einrichtung mitgebracht werden. Wünschenswert sind: Vollkornbrot, Rohkost, Obst, Müsli etc. Um unserer Umwelt gerecht zu werden, schlagen wir die Verwendung von Butterbrotdosen vor.
Im Kindergarten bieten wir Tee, Milch und Sprudel an. Die Gruppe frühstückt gegen 9.15 Uhr gemeinsam.
Zu gegebenen Anlässen (Geburtstag, Nikolaus, Projekte, Picknick usw.) gestalten wir mit den Kindern ein gemeinsames Frühstück.

Zum gemeinsamen Mittagessen, das täglich frisch zubereitet wird, treffen sich die Tagesstättenkinder von 12.30 – 13.15 Uhr in den jeweiligen Gruppenräumen. Damit die Kinder genügend Zeit haben, das Mittagessen in Ruhe einzunehmen, und auch eine Ruhephase haben, sollten sie nicht vor 14.00 Uhr abgeholt werden.

Unsere Einrichtung wurde übrigens am 20.04.2017 zuletzt routinemäßig durch die amtliche Lebensmittelüberwachung geprüft und in allen drei Kategorien ('Zuverlässigkeit des Unternehmers', 'Verläßlichkeit der Eigenkontrollen' und 'Hygienemanagement') mit der Note 'gut' bewertet.

Des Weiteren findet einmal wöchentlich ein Vitaminfrühstück statt, bei dem der Schwerpunkt auf frisches Obst und Gemüse (Rohkost) gelegt wird


Mittagsschlaf/Ruhige Spielphase

Nach dem Mittagessen wird der Schlafraum hergerichtet, damit dem Ruhebedürfnis der Kinder Rechnung getragen wird. Um das Geborgenheitsgefühl zu stärken, bringen Schlafkinder ihre eigene Bettwäsche, Schnuller und/oder Kuscheltier von zu Hause mit.

Die anderen Kinder beschäftigen sich in einer ruhigen Spielphase in den Gruppen.


Kontakte mit der Außenwelt

Wir legen Wert darauf, den Kindergarten nicht als isolierte Kinderwelt zu sehen. Die Kinder sollen ihre "Umwelt" kennen lernen und sich als ein Teil von ihr begreifen lernen.

Zur Umwelt gehören einerseits die Natur (der Park, der Wald, der Spielplatz) und die direkte Umgebung des Kindergartens (die Straßen und Plätze), anderseits die öffentlichen "Institutionen", die im Alltag von allen genutzt werden (Bibliothek, Geschäfte, Post).

So haben die Kinder bei uns die Möglichkeit, Gänge, die den Kindergarten betreffen, mitzumachen. Das gemeinsame Besorgen von neuem Bastelmaterial im Schreibwarengeschäft macht mit der Örtlichkeit um den Kindergarten vertraut. Die Kinder lernen somit auch, wie "Besorgungen" funktionieren und fühlen sich auf diese Weise für "ihren" Kindergarten mitverantwortlich.

Ab und zu besuchen wir mit den Kindern z.B. das Seniorenwohnheim oder den Zahnarzt.


Waldtag

Ein Mal pro Woche wollen wir mit den Kindern bei Wind und Wetter (außer bei Sturm und Nebel) die Natur erleben. So erkunden wir abwechselnd verschiedene Spieplätze, den Wald oder die Umgebung um den Weiher. Vier Wochen hintereinander nutzen wir die Möglichkeit, das Interesse der Kinder an der Natur zu wecken, indem wir Naturerfahrungsspiele, die alle Sinne der Kinder ansprechen, einsetzen.

Mit offenen Augen und Ohren, streichwilligen Händen und riechfreudigen Nasen streifen wir durch die Umgebung.

Dazu bedarf es einer gewissen Ausrüstung! Jedes Kind benötigt wetterfeste Kleidung (Regenjacke) und feste Schuhe. Eine Tasche, in der Schätze gesammelt werden und, wenn vorhanden, eine Lupe oder ein Lupenglas können mitgebracht werden.


Vom Kindergartenkind zum Schulkind

Ausschlaggebend  für eine spätere Schulfähigkeit ist, dass ein Kind seine Selbständigkeit erweitern lernt, sich in einer Gemeinschaft zurecht findet, ein Gruppengefühl entwickelt, neugierig und wissbegierig ist, und dass es Spaß am Lernen hat.

Daraus ergibt sich, dass die Vorschulerziehung nicht erst im Alter von 5 - 6 Jahren beginnt, sondern die Kindertagesstättenarbeit in ihrer Gesamtheit umfasst, also bereits ab dem 2. Lebensjahr!

Wir wollen nicht Schulkenntnisse, wie Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln, sondern
  • das Kind in seinem sprachlichen Ausdruck weiter entwickeln und somit Voraussetzungen für ein ganzheitliches Lernen schaffen,
  • dem Kind helfen, sich in seiner Umwelt zurechtzufinden,
  • das Selbstvertrauen des Kindes stärken und seine Lebensfreude wecken,
  • dem Kind in sozialer Hinsicht die notwendigen Erfahrungen ermöglichen.

Dabei ist uns wichtig, dass die Kinder lernen, sich in ihrer Altersgruppe und mit Erwachsenen zurechtzufinden bzw. auseinander zu setzen.

Einmal in der Woche treffen sich die Kinder aus beiden Gruppen, die im Sommer eingeschult werden ("die alten Hasen"). Gemeinsam erarbeiten wir Projekte, die wir mit dieser Gruppe durchführen. Der Besuch der Schule, des CHIO und projektabhängige Exkursionen sind ein fester Bestandteil der Arbeit mit den "alten Hasen".

Zu den jeweiligen Projekten werden Elternbriefe und Aushänge angefertigt.

Außerdem findet im letzten Jahr vor Schuleintritt täglich das "Aachener Sprachprogramm" statt.

Zum Abschluss ihrer Kindergartenzeit unternehmen wir mit den "alten Hasen" eine Abschlussfahrt. Die Abschlussfahrt beinhaltet eine Übernachtung, die außerhalb des Kindergartens (z. B. in einer Jugendherberge) stattfindet.


Geburtstage

Der Geburtstag jedes einzelnen Kindes ist ein Ereignis, bei dem es im Mittelpunkt der gesamten Gruppe stehen kann. Nach einem gemeinsamen Frühstück kann das Kind in Absprache den weiteren Tagesablauf (Spiele drinnen oder draußen, Besuch auf dem Spielplatz usw.) mitbestimmen.

In unserer Einrichtung ist es üblich, dass das Geburtstagskind für die Gesamtgruppe ein gesundes Frühstück mitbringt. Ist das Geburtstagskind ein Tagesstättenkind, darf es sich für diesen Tag ein Mittagessen wünschen.


Geschenke für Eltern


Bei den von den Kindern auf eigenen Wunsch und aus freien Stücken hergestellten Geschenken (z.B. zu Weihnachten) achten wir auf eine individuelle Gestaltung. Das Kind erhält von uns Anregungen und wir stehen ihm bei der Fertigung des Geschenks mit Rat und Tat zur Seite.


Aktives Mitgestalten

K.i.D.S. Herzogenrath e.V., die Kinderinitiative in der Stadt, versteht sich als Einrichtung, in der alle Beteiligten - also Eltern, Kinder und Erzieher - angeregt und aufgefordert sind, diese in allen Belangen aktiv mit zu gestalten.

Für uns ist es wichtig, die Kinder an Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen.

So haben die Kinder den Mut, Initiative zu zeigen und zu ergreifen. Sie gestalten das Leben in der Tagesstätte mit und fühlen sich für "ihren" Kindergarten verantwortlich. Die Kinder finden Bestätigung in der Umsetzung gemeinsamer Ideen und Anregungen. Nicht das Konsumdenken, sondern eigenständiges und verantwortliches Handeln wird eingeübt und gefördert.

Aktives Mitgestalten findet im Kleinen wie im Großen statt. Zum einen wirken die Kinder in vielen Belangen, die den Ablauf der Tagesstätte betreffen, mit, sei es bei der Gestaltung des Tagesablaufes, der Räume und der Außenanlage, oder auch bei kleineren Reparaturarbeiten, den schon erwähnten Besorgungen, der inhaltlichen Gestaltung von Elternbriefen und Mitteilungen etc. Die Ideen und Vorschläge der Kinder werden ernst genommen, aufgegriffen und die Kinder werden bei deren Umsetzung unterstützt. Geburtstagsfeiern werden individuell vom Geburtstagskind gestaltet und das Frühstück wird gemeinsam vorbereitet. Mitgestaltung und Mitverantwortung wird hier in einem Atemzug genannt, denn sie sind untrennbar miteinander verbunden und bedeuten das Mittragen dieser Gemeinschaft, deren Mittelpunkt die Kinder sind. Besonders die Alten Hasen können im letzten Jahr die Gestaltung ihrer Projekte durch Vorschläge und Abstimmungen mitbestimmen.

Beim Besuch der umliegenden Spielplätze haben die Kinder oftmals die Möglichkeit, ihren Lieblingsspielplatz zu nennen und die Entscheidung, welcher aufgesucht wird findet in einer Abstimmung statt. So lernen die Kinder in kleinen Dingen das Mehrheitsprinzip kennen. Und auch Kompromisse einzugehen


Feedbackmöglichkeiten

Die Kinder haben in unserer Einrichtung die Möglichkeit, Wünsche, Sorgen, Lob und Beschwerden los zu werden. Dies geschieht auf kindgerechte Weise mit z.B. Handpuppen oder „Sorgenfresserchen“. Sowohl im gemeinsamen Kreis als auch im Einzelkontakt kommen die Puppen zum Einsatz. Alle Mitarbeiter unserer Einrichtung haben für Anliegen, Wünsche etc. der Kinder und Eltern ein offenes Ohr. Für unsere Eltern steht eine „Ideenbox“ zur Verfügung, in die sie ihre Anmerkungen etc. schriftlich einwerfen können. Des Weiteren finden in regelmäßigen Abständen Elternbefragungen statt.


Vorbildfunktion

Um diese Ziele zu erreichen, ist es wichtig, dass wir als Erwachsene Vorbild für die Kinder sind. Dabei ist es selbstverständlich, dass Erwartungen und Regeln gleichermaßen für Kinder und Erwachsene gelten. So sollen im Kleinen z.B. die Erzieher auch Hausschuhe tragen oder im Großen z.B. Konflikte angemessen bearbeitet werden.